Ozmocology

März 4, 2007

Puzzle komplett?

Einsortiert unter: Kino — by moeff67 @ 11:18 nachmittags

Jetzt ist es geschafft: die Trilogie um den JIGSAW-Killer ist endlich vollendet. Der dritte Teil der Horror-Film-Saga SAW ist in den deutschen Kinos aufgeschlagen.

Das Problem der amerikanischen Film-Industrie, aus jedem Kassenschlager sofort eine funktionierende Geldmaschine mit unzähligen Sequels zu machen, ist berüchtigt. Man nehme nur die Serien um JASON und FREDDY KRUEGER. SAW scheint auf den ersten Blick auch auf dieser Basis aufgebaut zu sein. War der erste Teil noch ein Überraschungserfolg und schlug mit seiner fiesen Schluß-Pointe so ziemlich alles, was man bis dato im Kino gesehen hatte, rutschte der zweite Teil leider zu einer (zugegebenermassen recht intelligenten) Schlachtplatte ab. Daher waren meine Befürchtungen an den dritten Teil ziemlich hoch.

Das Positive vorab: es bleiben endlich einmal absolut keine losen Enden bei einer Filmserie über. Alles, was noch an offenen Fragen aus den ersten beiden Teilen übriggeblieben ist, wird beantwortet. Er wartet, wie schon seine beiden Vorgänger, auch wieder mit einem schönen Handlungs-Twist auf, der allerdings nicht mehr ganz so überraschend ist, wie im ersten Teil. Und auch der Blut- und Ekelfaktor hält sich erstaunlicherweise im Rahmen. Er ist in einigen Passagen recht drastisch und an zwei Stellen (in meinen Augen) auch extrem eklig.

Mein Fazit: im Gesamtbild ist SAW III recht gut gelungen. Er mag nicht jedermanns Geschmack sein, aber er ist wesentlich besser von der Handlung und vom Drehbuch her als der schwache zweite Teil. Allerdings bin ich auch der Meinung, daß man JIGSAW jetzt endlich seine letzte Ruhe gönnen sollte.

Schräger als Fiktion

Einsortiert unter: Kino — by moeff67 @ 7:34 nachmittags

Es ist schon seltsam, welche Stilblüten manchmal die Übersetzung von englischen Filmtiteln treibt. Aus “Stranger than fiction” so etwas zu zaubern wie “Schräger als Fiktion” ist schon amüsant.

Ich war anfangs etwas skeptisch, was mich bei dem Film erwarten würde. Die Besetzung verspricht einiges: Emma Thompson, Dustin Hofman, Queen Latifah und… Will Ferell. Der Letztgenannte liess mich schon ein wenig aufhorchen; kannte ich ihn doch bis jetzt nur aus Chaos-Komödien. Aber ich bin eines Besseren belehrt worden.

Die Handlung des Films wird dem Titel vollkommen gerecht: Will Ferell spielt einen durchschnittlichen Angestellten der Regierung, der urplötzlich in seinem Kopf eine Stimme (Emma Thompson) hört, die sein Leben kommentiert. Diese Stimme macht ihm unmißverständlich klar, daß sich sein Leben auf eine Katastrophe zubewegt: er wird unweigerlich sterben. Emma Thompson ist eine Autorin, die sich ausgerechnet Will Ferells Charakter als die Hauptfigur ihres neuen Romans ausgesucht hat. Nun versucht Will Ferell das Unvermeidliche zu vermeiden. Ob ihm das gelingt, sollte man sich selbst ansehen.

Mir persönlich hat der Film sehr gut gefallen. Er hatte einige sehr absurde Stellen, die sehr zum Lachen gereizt haben, aber auch einige sehr zu Herzen gehende rührende Momente. Aber der Film schafft es auch immer wieder das Ruder rechtzeitig herumzureissen. Schönes intelligentes Kopf-Kino, was es leider hier in Deutschland allzu schwer hat, ein Publikum zu finden. (Wie auch schon am gescheiterten Film THE PRESTIGE abzulesen war.)

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