Ozmocology

März 4, 2007

Schräger als Fiktion

Gespeichert unter: Kino — by moeff67 @ 7:34

Es ist schon seltsam, welche Stilblüten manchmal die Übersetzung von englischen Filmtiteln treibt. Aus „Stranger than fiction“ so etwas zu zaubern wie „Schräger als Fiktion“ ist schon amüsant.

Ich war anfangs etwas skeptisch, was mich bei dem Film erwarten würde. Die Besetzung verspricht einiges: Emma Thompson, Dustin Hofman, Queen Latifah und… Will Ferell. Der Letztgenannte liess mich schon ein wenig aufhorchen; kannte ich ihn doch bis jetzt nur aus Chaos-Komödien. Aber ich bin eines Besseren belehrt worden.

Die Handlung des Films wird dem Titel vollkommen gerecht: Will Ferell spielt einen durchschnittlichen Angestellten der Regierung, der urplötzlich in seinem Kopf eine Stimme (Emma Thompson) hört, die sein Leben kommentiert. Diese Stimme macht ihm unmißverständlich klar, daß sich sein Leben auf eine Katastrophe zubewegt: er wird unweigerlich sterben. Emma Thompson ist eine Autorin, die sich ausgerechnet Will Ferells Charakter als die Hauptfigur ihres neuen Romans ausgesucht hat. Nun versucht Will Ferell das Unvermeidliche zu vermeiden. Ob ihm das gelingt, sollte man sich selbst ansehen.

Mir persönlich hat der Film sehr gut gefallen. Er hatte einige sehr absurde Stellen, die sehr zum Lachen gereizt haben, aber auch einige sehr zu Herzen gehende rührende Momente. Aber der Film schafft es auch immer wieder das Ruder rechtzeitig herumzureissen. Schönes intelligentes Kopf-Kino, was es leider hier in Deutschland allzu schwer hat, ein Publikum zu finden. (Wie auch schon am gescheiterten Film THE PRESTIGE abzulesen war.)

Noch keine Kommentare »

Noch keine Kommentare.

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. TrackBack URI

Kommentieren

You must be logged in to post a comment.

Powered by WordPress.com