Die Tradition der Musik-Filme schien eine ganze Weile aus der Mode gekommen zu sein, hat sich aber 2007 doch wieder mal auf der Leinwand gemeldet: die Verfilmung des Broadway-Musicals HAIRSPRAY oder auch der Musik-Film ACROSS THE UNIVERSE, der eine Love-Story in den 60ern mit Hilfe der Songs der Beatles erzählt. Bei diesem Film-Genre gibt es ja leider anscheinend nur zwei Extreme: entweder man liebt sie oder hasst sie abgrundtief. Anscheinend hatten die Produzenten nicht einmal soviel Vertrauen in ACROSS THE UNIVERSE, daß er hierzulande als direct-to-DVD erschienen ist. Schade, denn bei einigen der furiosen und psychedelischen Szenen, hätte die große Leinwand wahrscheinlich ein übriges getan. Die Story an sich ist schnell erzählt: der Hafenarbeiter Jude macht sich auf nach Amerika, um seinen Vater zu suchen. Als er ihn endlich an einer Elite-Uni als Hausmeister findet, ist die Enttäuschung groß. Allerdings lernt er hier Max und dessen Schwester Lucy kennen, in die er sich Hals über Kopf verliebt. Die drei machen sich auf nach New York, wo sie alsbald in die Wirren der späten 60er verstrickt werden. Was den Film meiner Meinung nach über die Masse heraushebt, ist die Leistung der Hauptdarsteller, die auch sämtliche verwendeten Beatles-Songs selbst intrepretieren. Teilweise wirkt der Film wie ein abgedrehter Drogen-Tripp und ist garantiert nichts für Musical-Hasser. Aber er ist absolut sehenswert.
Oktober 14, 2009
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