Ozmocology

April 22, 2007

Marktschreier gesucht…

Gespeichert unter: Brettspiele — by moeff67 @ 7:18

Wolfgang Kramer, Autor von Spielen wie TIKAL, TORRES und HEIMLICH & CO. Der Name birgt für Qualität und unterhaltsame Spieleabende.

Der neueste Streich aus seiner Feder nennt sich DER MARKT VON ALTURIEN und soll – laut eigener Aussage – das erste von mehreren Spielen, die in der oben genannten Stadt abspielen. Das Ziel des MARKTES VON ALTURIEN ist es, ein florierendes Handelsunternehmen aufzubauen und sich mindestens 3 Residenzen zu bauen (gleichbedeutend mit der Siegbedingung). Die Spieler ziehen mit sechs (bzw. sieben) Figuren über den Plan und versuchen dabei, lukrative Kunden in ihre Geschäfte zu locken. Darüberhinaus inevstiert man in neue Geschäfte, Investitionen und die schon genannten Prestigeobjekte.

Das Spiel ist toll ausgestattet und wenn ich ehrlich sein soll, habe ich es mir anfangs nur wegen der Illustrationen gekauft. Hatte auch ein wenig Bedenken, daß hier wieder einmal Ausstattung / Optik über das Spielprinzip siegen würde. Aber dem war glücklicherweise nicht so.

Das Spiel hat eine nicht zu unterschätzende Glückskomponente durch die Würfel, mit denen man die Kunden bewegt. Man MUSS nämlich ziehen, auch wenn dies Nachteile bringt. Allerdings bietet sich bei sechs bzw. sieben Charakteren eigentlich immer wieder eine Möglichkeit. DER MARKT spielt sich recht zügig. Bei drei Runden mit insgesamt jeweils zwei Spielern hat eine Runde immer durchschnittlich 40 Minuten gedauert. Ich gehe davon aus, daß sich diese Zeit aber garantiert bei voller Mitspielerzahl (2 – 6) sind auf der Packung angegeben, gut auf eine bis anderthalb Stunden dehnt.

Mir hat das Spiel sehr viel Spaß gemacht und ich bin gespannt, wie Herr Kramer seine Saga um ALTURIEN weiterspinnen wird.

Februar 25, 2007

nicht ganz gelungen…

Gespeichert unter: Brettspiele, Spiele — by moeff67 @ 7:39

Was kann man von einer Erweiterung für das Spiel des Jahres erwarten? Ich hätte mir für meinen Teil gerne ein paar neue Ideen für den Spielablauf erwartet. Leider kann man das für GLANZ & GLORIA, die erste Erweiterung für THURN & TAXIS nicht sagen.

Das Spiel an sich ist von der Ausstattung her gesehen sehr schön. Aber das konnte ich auch vom Hauptspiel aus sagen. In der Schachtel befindet sich ein neuer Spielplan, die dazu passenden Stadtkarten und eine Reiterfigur, deren Sinn mir vollkommen schleierhaft ist. Leider hat der Verlag es versäumt, die benötigten Holzhäuschen aus dem ersten Spiel beizulegen. Meiner Meinung nach eine extreme Unverschämtheit, da die Erweiterung nur zwei Euro günstiger ist als das Original-Spiel. Da hätte man auch noch die Häuser beilegen können.

Das Spiel an sich hat ein paar neue Ideen, wovon meiner Meinung nur nach eine richtig interessant ist. Es fehlen die Kutschenkarten aus dem Grundspiel. Anstelle dessen muss man die Rückseite der ausliegenden Stadtkarten auch noch als Pferde nutze, die vor die Kutschen gespannt werden. Ohne die angespannten Pferde dürfen die ausgelegten Strecken nicht gewertet werden.

Ich gebe zu: ich war anfangs ziemlich skeptisch, ob das zweite Spiel zu THURN & TAXIS funktionieren würde. Nach drei Spielrunden muss ich aber zugeben, daß ich ziemlich viel Spaß hatte. Die grundlegenden Mechanismen haben sich nicht geändert und das Spiel ist meiner Meinung etwas flüssiger geworden, da man eigentlich nie eine falsche Karte ziehen kann. Man kann jede Karte, die nicht direkt in die geplanten Strecken passen, als Pferde vor die Kutschen spannen.

Mein Fazit fällt etwas zwiespältig aus: das Spiel an sich gefällt mir ganz gut, aber es hätte nicht unbedingt sein müssen. Die Veröffentlichung sieht extrem nach Geldmacherei des Verlages aus.

Februar 22, 2007

Chance vertan ?

Gespeichert unter: Brettspiele, Spiele — by moeff67 @ 11:19

Die Umsetzung von Rollenspielen in andere Spiel-Systeme birgt meiner Meinung nach immer ein gewisses Risiko. Man legt sich auf eine bestimmte Klientel Spieler fest oder man riskiert, dass Spieler, die sich sozusagen „unbedarft“ an die Spiele herantrauen, keinen Zugang ins Spiel finden.

Gestern konnte ich das Kartenspiel VAMPIRE: DARK INFLUENCES (basiert auf dem White Wolf-Rollenspiel-System VAMPIRE: THE REQUIEM) testen. Wir haben das Spiel direkt in Maximal-Besetzung mit fünf Spielern getestet, wovon nur zwei das entsprechende Rollenspiel kannten.Im Spiel versucht man als Vertreter eines vampirischen Clans Einfluss auf ausliegende Charakter-Karten zu erlangen und später dann auch zu verteidigen. Dieser Einfluss wird durch sogenannte Blut- & Regnancy-Counter geregelt. Die Übernahme-Versuche werden durch simple Würfel-Proben geregelt. Um das Spiel ein wenig interessanter zu gestalten, hat jeder Spieler die Möglichkeit, das Spiel mit Hilfe von Ereignis-Karten und sogenannten Disziplinen (übernatürliche Fähigkeiten, die die Vampire besitzen) zu beeinflussen.

Mein Fazit fällt etwas gespalten aus: ich kenne das Rollenspiel und habe es auch schon als solches gespielt. Vom optischen Standpunkt her kann man DARK INFLUENCES nicht ans Zeug flicken. Die Grafik ist 1:1 an das Regelwerk des Rollenspiels angelehnt und sehr stimmungsvoll. Auch das Spielmaterial (die Vampir-/Charakter-/Ereignis-Karten) sind grafisch ansprechend. Was ich allerdings als Frechheit empfinde ist, das man in ein Spiel, was erwiesenermaßen auf Würfel-Proben fußt, nur einen einzigen Würfel beilegt. Die Counter, die man beidseitig verwendet, sind auch gut zu unterscheiden und recht zweckmäßig.Wir haben an unserer ersten Runde (wahrscheinlich auch aufgrund einiger eklatanter Regelfragen) sehr lange gespielt und haben das Spiel vorzeitig nach knapp 2,5 Stunden beendet. Ich kann mir allerdings auch vorstellen, dass sich die Spieldauer bei entsprechender Kenntnis der Karten und der Regeln verkürzt.Alles in allem würde ich das Spiel eher denjenigen empfehlen, die schon ein wenig in das Rollenspiel-System hineingeschnuppert haben. Alle anderen werden wahrscheinlich Probleme mit dem Zugang ins Spiel bekommen.

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